Großer Fernsehauftritt beim Musikantenstadl

2009-1

Unter dem Motto „überall dabei sein“ wurden wir im letzten Jahr zum Musikantenstadl in die Intersport Arena von Andy Borg eingeladen, vor großem Publikum (über 6 Mio. Zuseher) unser Bestes zu geben.

Mit großer Freude nahmen wir am Vortag bei der Generalprobe teil, wobei es für uns einmal ganz interessant war zu sehen, wie es hinter den Bühnen einer so großen Show abläuft. Einmarschiert wurde Etappenweise mit den anderen Blaskapellen der Stadt Linz, die von links, von vorne, von hinten und von rechts kamen. Wir mitten drunter marschierten mit dem Radetzkymarsch nach vorne auf die Bühne, wo uns der „Regisseur“ einen Platz unter den vielen Musikern zuwies. Ganz neu war für uns, dass wir „Playback“ spielen sollten. Nach einer kurzen Einweisung (die ganze Generalprobe war für uns in 5 Minuten erledigt) wusste unser Stabführer Gregor Strobl, welchen Weg wir durch die Intersport Arena und den Biertischen der Zuseher gehen mussten und wie wir uns auf der Bühne präsentieren sollten. Am Samstag, 19. September 2009, war es dann soweit. Da wir natürlich an diesem Tag ein anderes Projekt auch noch hatten, wir spielten vorher im Ebelsberger Schloss bei Holz&Blech“ (sh. Artikel Holz&Blech), standen wir ein bisschen unter Zeitdruck, um rechtzeitig zur Show auf die Gugl zu kommen.

Ein organisierter Bus vom Musikantenstadl sollte uns vom Schloss holen und uns zur Intersport Arena bringen. Leider ließ der Bus auf sich warten und warten und warten,……. Wir sahen uns schon in den Schlagzeilen: „Musikkapelle in Ebelsberg vergessen“, als er dann doch noch auftauchte und uns – gerade noch rechtzeitig – 2 Minuten vor Einmarsch – zum Musikantenstadl brachte. Der Playback-Einzug gelang vollkommen, das Publikum empfing uns mit tosendem Applaus und die Fernsehkameras hatten uns perfekt im Bild. Nachdem sich Andy Borg bei allen mit den Worten „Stadlzeit“ verabschiedet hatte, zogen wir – wie sollte es anders sein bei uns „Magdaleninga“ – mit „klingenden Spiel“ aus der Intersport-Arena aus. So etwas gab’s beim Musikantenstadl noch nie und wir werden vermutlich die Einzigen bleiben, die so etwas zustande bringen. Auf jeden Fall war es für uns ein einzigartiges Erlebnis und wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

(Susanne Kirchweger)

Linz09-Projekt “Holz&Blech“ – auch wir waren dabei!

2009-4

Gemeinsam mit insgesamt 10 Blasmusikkapellen nahm auch der Musikverein St. Magdalena an der musikalischen Zeitreise „Holz & Blech“ im Rahmen des Programms der Kulturhauptstadt Linz 09 teil.
An insgesamt 7 Stationen (Linzer Schloss, Stadtpfarrkirche, Landhaus-Arkadenhof, Schloss Ebelsberg, ÖBB-Werkshalle, VOEST-ALPINE sowie jew. Abschlusskonzert wieder beim Linzer Schloss) wurden
Stücke von zeitgenössischen Komponisten aufgeführt, die auch immer passend zur jeweiligen Spielstätte bzw. zum dazugehörigen geschichtlichen Hintergrund geschrieben wurden.

Im Schlosshof von Ebelsberg stellte unser Musikverein gemeinsam mit dem Musikverein Ebelsberg die Schlacht der Linzer gegen das napoleonische Heer nach. Dabei wurde neben musikalischem Können auch sehr viel schauspielerisches Talent verlangt. Die Kapellen waren jeweils in kleine Gruppen unterteilt
und zogen abwechselnd, zuerst noch ganz siegessicher, in den Schlosshof ein. Die Musiker vermischten sich dann immer mehr untereinander und begannen – soweit möglich – mit ihren Instrumenten und der Musik
gegeneinander zu kämpfen. Eigentlich können wir froh sein, dass sich niemand dabei die Zähne eingeschlagen hat!

Die beiden Kapellmeister der Musikvereine, Josef Schütz vom MV Ebelsberg-Pichling und unser Igor Retschitzky, dirigierten die Musiker nicht wie gewohnt einfach im Stehen, sondern sie sausten auf dem Brunnen im Schlosshof ständig hin und her, um die Schlacht noch unter Kontrolle zu halten. Auch sie kamen dabei richtig außer Atem! Zusätzlich erschwerend war, dass alle Musiker Strumpfmasken über dem Kopf trugen, was die Anonymität während des Kampfes hervorheben sollte.

Dieser Effekt kam bei den Zuschauern sehr gut an, ließ aber bei den Musikern unter den manchmal
sehr sommerlichen Temperaturen während der Aufführungen regelrecht „die Köpfe rauchen“. Zum Schluss sah man ein wildes Durcheinander, wo sichtlich jeder Musiker (Soldat) nur noch um sein eigenes Überleben kämpfte. Beendet wurde die Aufführung in Ebelsberg mit einem sehr lauten, gemeinsamen Schrei aller Musiker, der regelrecht in diesem Schlosshof wie eine Wolke stehen blieb. Dieser Schrei ging bei den Zuhörern wirklich bis unter die Haut, und die Leute brauchten anschließend einige Zeit, bis der tosende Applaus kam, den sich hier auch wirklich alle verdient haben. Die Rückmeldungen vom Publikum zu unserer Aufführung im Schloss Ebelsberg waren extrem gut – die Leute konnten sich diese „Schlacht zu
Ebelsberg“ bildlich und musikalisch vorstellen, und auch den Musikern gelang es, sich mit dieser Rolle
als „Kämpfer“ immer besser zu identifizieren. Besonders gut haben die Aufführungen samstags abends gewirkt, als der Schlosshof noch zusätzlich mit Scheinwerfern ausgeleuchtet wurde. Wir haben
uns sichtlich bei dieser Schlacht tapfer „geschlagen“, und es hat uns allen Spaß gemacht, hier aktiv bei diesem Projekt im Rahmen der Kulturhauptstadt Linz09 dabei zu sein.

(Michaela Wittner)

Blasmusiktreffen “Adriatica“ in San Marino, 11.-14.09.2008

2009-2

Licht im Probelokal des Musikvereins St. Magdalena um vier Uhr früh? Das fragt sich schon manch einer, was da wohl vor sich gehen mag!

Wir Magdalena-Musiker – 35 Personen insgesamt – nahmen letztes Jahr im September 2008 seit langem wieder einmal an einer Konzertreise ins Ausland teil, nämlich am internationalen Blasmusiktreffen „ADRIATICA“ nach Riccione und San Marino.
Die Abfahrt mit dem Bus war sehr zeitig in der Früh, da ja doch die Anreise bis am Nachmittag dauerte. Aber die Fahrt haben wir bereits optimal genützt zum Musizieren – sei’s Trompete, Posaune, Bass, Gitarre, Gesang,…-im Nu waren wir in Riccione angelangt.

Organisiert wurde diese Konzertreise von der Agentur „music&friends“, die internationale Treffen von Musikgruppen in verschiedenen Ländern bzw. Städten Europas veranstalten. Normalerweise treffen hier immer viele Musikvereine zusammen, zu diesem Termin in San Marino war allerdings nur eine weitere Kapelle angereist, nämlich aus der Umgebung von Mailand. Somit hatten wir ausreichend Gelegenheit, diesen Musikverein auch näher kennen zu lernen – wenn auch unsere Italienisch-Kenntnisse oft nicht ganz ausreichten, mit „Händen und Füssen“ konnten wir uns schon ganz gut verständigen.

Unser erstes Treffen mit dieser italienischen Kapelle war am 2. Tag mittags auf einem Weingut in der Nähe von Riccione, wo wir diese Partnerkapelle bereits musikalisch empfangen haben.

Unser erstes Konzert am 2. Abend um 21.00 Uhr in der Fußgängerzone des bekannten Urlaubsorts Riccione war ein toller Erfolg! Wir marschierten unserem Stabführer Gregor mit klingendem Spiel durch die umliegenden Gassen mit Strobl bis zum Konzertplatz ein und haben so bereits von Anfang an einen sehr guten Eindruck bei dem zahlreichen Publikum hinterlassen.
Mit einem ausgezeichneten Konzert dank unserem Kapellmeister Igor Retschitsky konnten wir dann in dieser tollen Atmosphäre die Einwohner, die Mailänder-Kapelle sowie die Touristen in Stimmung bringen!
Am 3. Tag stand dann eine kurze Besichtigung der Republik San Marino mit Reiseleitung am Programm, anschließend war für den Nachmittag direkt in San Marino bereits unser 2. Konzert geplant. Vor uns hat hier die Militärmusik von San Marino ihr Bestes gegeben. Leider hat es daraufhin zu regnen begonnen, und so konnten wir nur auf engstem Raum in einer überdachten Passage spielen. Trotzdem überzeugten wir auch dort die versammelten Musikfreunde von unserem Können. Im Anschluss daran spielte dann auch die Kapelle aus Mailand.

An diesem Abend hatten wir noch eine gemeinsame, offizielle Abschlussfeier mit der italienischen Kapelle in einem Restaurant in der Umgebung von Riccione – bevor es am nächsten Tag gleich nach dem Frühstück wieder mit dem Bus heimwärts ging.
Diese Reise war für uns sowohl musikalisch als auch für die Zusammengehörigkeit im Verein sehr erfolgreich, sowohl Jung und Alt waren begeistert von der Organisation und wir konnten den doch sehr stressigen Programm-ablauf perfekt einhalten. Wir werden diesen event auf alle Fälle noch lange in Erinnerung behalten und freuen uns bereits jetzt auf unsere nächste Reise.

 

(Michaela Wittner)

Weltrekordversuch am 19. Juni 2009 in Pramet

2009-3

8 Mädl’s unseres Vereins – in männlicher Begleitung und natürlich alle in Tracht – nahmen am 19. Juni 2009 die lange Reise nach Pramet (Bezirk Ried im Innkreis) auf sich, um am Weltrekordversuch der „größten Damenblaskapelle der Welt“ teilzunehmen.

Im großen Festzelt (es regnete leider) wartete man dann mit Mädl’s der anderen Musikvereine auf den Start des Weltrekordversuches. Um den Rekordversuch zu brechen, galt als Ziel, mit mehr als 860 Musikerinnen den ‚Bozner-Bersteiger-Marsch‘ zu spielen bzw. zu singen. Internationale Richter – der Guinnes-World-Records – sorgten mit einer genauen Zählung und Kontrolle dafür, ob die Teilnehmerinnen auch tatsächlich ihr Instrument beherrschten.

Um 23.00 Uhr war es dann endlich soweit: Alle waren sehr motiviert, und jeder nahm sein Instrument zur Hand und musizierte, was das Zeug hielt, nur leider konnte der bestehende
Weltrekord nicht gebrochen werden, da „nur“ 618 Musikerinnen teilnahmen. Nicht desto Trotz war es alle Mühen wert, da im Zelt eine super Stimmung herrschte. Mit der Musik der „Edlseer“, ca. gefühltes 100 mal „Ein Prosit“-singen und ein paar Gläsern Bier konnte man das Scheitern ein bisschen lockerer nehmen.

(Petra Thaller-Haindl)