Weil wir nicht nur fürs stille Kämmerlein üben…

2007-1

Wir Jungmusiker sind ja schon „alte Hasen“, was Ausstellungseröffnungen betrifft. Dieses Mal, am 6. November 2007, ging es um Bilder für die Wasserrettung.
Daher lachten uns fast lauter Wellen und Fische in verschiedensten Farben von den Wänden entgegen. So bunt hatten wir uns den Landesschulrat (also die Welt der Lehrer) gar nicht vorgestellt. Es war auch ein Bild von Hannes dabei. Als endlich jeder seinen Sitzplatz hatte und alle Instrumente gestimmt waren, mussten wir noch einmal eine Viertelstunde warten, weil wegen des Gewitters viele Leute noch nicht da waren.

Ein paar waren schon ein bisschen nervös. Dann endlich durften wir beginnen, mit der Musik von „Flintstones“. Insgesamt spielten wir vier Stücke, am Schluss „Wer hat an der Uhr gedreht“ vom rosaroten Panther. Dazwischen wurden einige Ansprachen gehalten, die diesmal zum Glück viel kürzer waren als beim letzten Auftritt.
Nachher sind wir noch mit unseren Instrumenten und Noten in den ersten Stock hinaufgegangen. Dort haben wir unser ganzes Programm noch einmal durchgespielt. Es kamen zwar nicht viele Leute nach oben, aber wir sind auf einer Art Galerie gestanden, daher hat uns auch unten jeder gehört.

Die Frau Kapellmeisterin hat uns recht gelobt und zum Glück ein paar Fehler überhört.
Dann war es auch schon wieder vorbei. Jetzt üben wir schon Weihnachtslieder für den nächsten Vortragsabend.

Juli 2007: Jungmusikerlager

leogang 2007

Alle Jahre wieder“ heißt es für uns im Sommer! Jedes Mal größer wird die Anzahl der Musikbegeisterten aller Altersstufen, die gemeinsam fünf Tage mit viel Spaß und viel Musik verbringen wollen. Die wunderschöne Bergwelt von Leogang und strahlend-heißer Sonnenschein boten uns auch heuer wieder eine traumhafte Kulisse.

Am ersten Nachmittag war wie üblich ein Sprung ins kühle Nass angesagt, fürs Gruppenfoto sprangen sogar die Wasserscheueren. Mit frischem Schwung – oder doch etwas erschöpft vom Herumtoben? – starteten wir die erste Probe. 6 Block- und 5 Querflöten, 1 Oboe, 7 Klarinetten, 3 Alt- und 1 Tenorsax, 7 Trompeten, 2 Hörner, 3 Tenöre, 4 Posaunen, 3 Tuben (!!!) und 3 Schlagwerker übten sich im Blattlesen und horchten in die neuen Stücke hinein, einige leicht, andere eine Herausforderung. Zusammen mit der Dirigentin wollten wir diese noch unbekannten Noten bestmöglich einstudieren. Zwei der Mitwirkenden sind fast völlige Anfänger: Nein, keine BlockflötistInnen, sondern im Gegenteil: Petra lernt die große B-Tuba gerade erst seit einem Monat, und Florian wurde direkt in der Probe am Schlagwerk eingeschult. Beide waren mit viel Eifer bei der Sache.

Aber das riesige Orchester war noch immer nicht komplett: Der Musikverein von Leogang hatte bisher keine eigene Jugendkapelle, jedoch elf recht geschickte Jungmusiker. Diese konnten nun bei uns mitspielen und so erste Orchestererfahrungen sammeln. Nicht nur musikalisch waren sie eine Bereichrung, auch beim Nachmittagsprogramm unterstützten sie uns. Etwa beim Lösen vieler Aufgaben der Wald- und Wiesenrallye und beim Singen am Lagerfeuer. Erstmals gabs auch ein eigenes Kinderprogramm, das Müttern und Vätern den Probenbesuch erleichterte: Während wir vormittags Registerproben abhielten, stand Salzteig oder Rassel-Basteln mit den „Tanten“ Renate und Mary am Programm.

Am Tisch wurde eifrig geklebt oder geknetet, neben der Garage erklangen Volksweisen der drei Tenöre, etwas unterhalb probten die Hörner, hinter dem Haus jazzelten die Trompeten, im Garten gegenüber übten die Saxofone, im Esszimmer die ganz kleinen und die größeren Blockflöten, auf der Terrasse konnte man die Posaunen im Strand-Outfit bewundern (natürlich beim Üben), und unten in Leogang trafen sich Querflöten und Oboe, Klarinetten, Schlagwerk sowie die Tuben mit ihren einheimischen Satzkollegen. Ruhig wurde es erst beim Essen, das wie immer allen köstlich schmeckte, auch wenn es diesmal kein Ketchup gab …

Der Lagerspion fand viel zu berichten, vom Volleyballspielen, von Melk-Versuchen, vom allgemeinen Eisschlecken, vom Wasserrutschen, vom Karaoke- Wettsingen, von der nächtlichen Jause der Größeren. Auch eine frühmorgendliche Wanderung zum (leider unsichtbaren) Sonnenaufgang, bleibt sicher allen unvergesslich… Die Belohnung für das sauberste Zimmer holten sich übrigens Alexandra, Ines und Lena – sehr verdient, denn
sie räumten vor der Zimmerkontrolle auch immer gleich alle Sachen ihrer drei  erwachsenen Zimmerkollegen auf. Vier Tage Sonnenschein, und ausgerechnet
am Konzerttag dicke Wolken und kalter Wind! Doch mit Hilfe der Leoganger Musiker war
das kein Problem. Schon zweimal hatten wir in ihrem neuen Probelokal geübt, und nun stand uns die ebenso schöne Turnhalle zur Verfügung. Mit mehrstufiger Bühne für fast 60 Musiker, und mit genügend Sitzplätzen für ein diesmal sehr zahlreiches Publikum. Wieder hatten etliche Eltern den weiten Weg auf sich genommen, um das Konzert zu hören.
Zwischen den fünf verschiedenen Orchesterstücken präsentierten sich die einzelnen Register mit selbstgewählten Stücken.

Am Schluss des Konzertprogrammes stand der „Zirkusmarsch“, und da durften unsere Jüngsten mitmusizieren: Endlich konnten sie die selbstgebastelten Rasseln ausprobieren!
Es gab viel Applaus, Schokolade als Dankeschön an die Leoganger Jugend, und das Lagerlied als Zugabe. Mit einem köstlichen Schnitzel im Bauch stiegen wir ins Auto und ließen den beginnenden Regen hinter uns. Was wir mitnahmen, das ist die Erinnerung an lustige, erlebnisreiche Tage, und so nebenbei wohl auch ein paar neue musikalische Erfahrungen.

Am Berg hoch über Leogang,
da fängt für uns der Sommer an.
Es war sehr sonnig und recht heiß,
da freut man sich, wie jeder weiß,
mehr aufs Freibad als aufs Proben.
Doch nach dem Schwimmen und dem Toben
passen vor dem Abendessen
ein paar Noten doch am besten
zur Abwechslung am Tagesplan.
Jeder spielt, so gut er kann:
Oboe, Flöte, Horn, Posaune,
schon nach drei Tagen nur – man staune! –
klingt das Ganze wirklich toll!
Und weil das jeder hören soll,
gibts am Schluss noch ein Konzert,
bevor ein jeder heimwärts fährt.

(Birgit Häusler)

MusikerInnenausflug 21.10.2007

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Unser heuriger Musikerausflug zeigte uns wieder einmal völlig unbekannte Seiten unserer eigenen Stadt und vor allem auch unserer MusikerInnen:

Vormittags stand eine Führung durch die Voest am Programm. Unter fachkundiger Führung besichtigten wir erst die Europlatine, wärmten wir uns im Warmwalzwerk auf, froren über dem großen Hochofen A (weil leider gerade kein Abstich war), und lernten eine Menge über Brammen, Coils und Feuerverzinkung. Als weiteres Highlight wartete
ein hervorragendes Kalbsgulasch auf uns.

Vom Voest-Hafen aus startete unsere Hafenrundfahrt. Nur die Mutigsten trotzen draußen dem eisigen Wind, die meisten Passagiere drängten sich lieber im Inneren zusammen, wo man auch keineswegs am Trockenen sitzen musste.

Nach einem Fußmarsch zum Gasthaus (mehr als 10 Minuten!) stärkten wir uns mit verschiedenen Knödeln und kräftigenden Getränken, um für einen langen Abend (Doppelgeburtstag!) fit zu sein. Was weiter geschah und wie lange – das fragt
ihr die Beteiligten am besten selber…

Maibaum 2007

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Um den Maibaum 2007 kümmerte sich diesmal die Musikkapelle St. Magdalena. Wie könnte es auch anders sein, mit knapp 30 m einer der längsten Maibäume, die St. Magdalena je erblickte. Dies gelang uns aber nur mit der Hilfe der anderen Vereine und Organisationen in und um St. Magdalena.

Besonderer Dank gilt dem Baumspender, der Familie Pirngruber, welche beim Schneiden, Schälen, Lagern und Transportieren sehr behilflich war.