Juli 2006: Jungmusikerlager

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Wir freuen uns riesig über die große Teilnehmerzahl beim heurigen Sommerlager: 52 junge und junggebliebene Musiker! Dank gründlicher Vorplanungen und dank eines eingespielten Organisationsteams klappte auch das scheinbar Unmögliche wie am Schnürchen. 19. Juli, 7.15 Uhr. Die ersten Musiker und Kinder trafen am Ortsplatz ein. Schlagwerk & Co warenbereits am Vorabend in die Anhänger geschlichtet worden, sodass jetzt nur noch tonnenschwere Taschen und Handgepäck eingepackt werden mussten. Endlich am Ziel!  Das Mittagessen schmeckte, dann ließen ca. 35 Grad nur eine Wahl: Ab ins Freibad zu stundenlangem Reinspringen, Rutschen, Plantschen und Kapellmeister tümpfeln! Etwas ruhiger, aber immer noch schwungvoll verlief die erste Probe: Es dauerte einige Zeit, bis jeder seinen Platz gefunden und sich mit neuen Registerkollegen ausgiebig bekannt gemacht hatte. Fünf verschieden schwierige Stücke wurden probiert, die wir in den nächsten Tagen erarbeiten wollten. Am Ende der Probe war die Frau Jugendkapellmeisterin zwar k.o., aber das Zusammenspiel klang doch schon viel „gemeinsamer“ als ganz zu Beginn.  

Tagwache war täglich um halb acht. Das Aufwecken erledigte zunächst Susi mit kräftigem Weckruf, am Freitag kam ein Nachwuchs-Trompeter-Duett, am Samstag das jüngere (und daher ausgeschlafenere) Schlagwerk, am Abfahrtstag schließlich wartete ein munterer Solo-Posaunist schon kurz nach sieben auf seinen Weck-Auftritt. Hellwach trafen wir uns zu Frühstück und Morgenkreis, zu dem wir auch gleich einmarschierten und dann unser neues Lagerlied übten. Vormittags standen immer Registerproben am Programm: Posaunen am Parkplatz, Tenor- und Waldhörner beim Hintereingang, Klarinetten und Sax am Volleyballplatz, Blockflöten im Esszimmer, Trompeten hinter dem Kuhstall,…

Mittlerweile brannte wieder die Sonne vom Himmel, und die Begeisterung über einen zweiten Freibad-Nachmittag war groß. Für den Freitagnachmittag war eine Wald- und Wiesen-Rallye geplant. In Teams erkundeten die Kinder mit je einer Begleitperson die Wiesen und Wälder der Umgebung. Wegzeichen ersparten den aufmerksameren Teams Umwege, auf Stationen gab es viele Aufgaben zu bewältigen: Puzzle legen, melken, Lagerfeuerholz suchen, Notenquiz lösen und und und. Gute zwei Stunden waren wir bergauf und bergab unterwegs.  Samstag nach Mittag herrschten zur Abwechslung zwei Stündchen Ruhe. Ausgerastet zeigten wir in der letzten Probe, dass wir nun fürs Konzert bereit waren – ganz perfekt ist es sowieso nie… Abends wurde am Lagerfeuerplatz zunächst der Spion enttarnt, dann kam die Siegerehrung aus der Rallye. Wer gewonnen hat? Eigentlich egal, denn Spaß hat es allen gemacht. Gut geschmeckt hat uns auch Susis Steckerlbrot. Am letzten Morgen waren schon vor dem Frühstück alle Taschen gepackt. Pünktlich kamen wir zum Pavillon von Leogang. Kaum war die Kirche aus, saß auch schon das Publikum auf den Bänken. Überraschend viele Eltern hatten den weiten Weg nicht gescheut, was alle besonders freute. Zwischen den fünf Orchesterstücken zeigten die einzelnen Register, was sie können.

Das Schlagwerk bewies stolz, dass sie den Fußmarsch gelernt hatten. Kräftiger Applaus belohnte alle unsere Darbietungen! Eine Zugabe hatten wir nicht, also sangen wir das Lagerlied vor, das ebenso einen super Schlusspunkt abgab. Die Schlusszeile: „zu schnell läuft uns die Zeit davon“ stimmte ja auch. Aber keine Sorge – nachdem alles so gut geklappt hat, dürfen wir ja vielleicht im nächsten Jahr wiederkommen. Und die Zeit bis dahin wird die Jugendkapelle mit vielen ganz neuen Stücken und auch einigen Auftritten gut nützen.

Juli 2006: Letzte Probe vor der Sommerpause

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Die letzte Probe vor der Sommerpause fand diesmal im Garten der Familie Strobl statt. Die gesamte Musikkapelle St. Magdalena rückte am 7.7.2006 in der Wolfauerstraße 56 an und ließ dort bei Bier und gebratenen Stelzen die anstrengende Sommersaison gemütlich ausklingen. Und weil eben die Musikkapelle schon mal im Garten war, wurde gleich zum Leidwesen von Posaunist Gregor Strobl dessen 30er gefeiert.

Leider trieb uns ein Unwetter direkt vom Garten auf die geräumige Terasse, wo bis in die frühen Morgenstunden weitergefeiert, musiziert und auch im Pool gebadet wurde. Es wird gemunkelt, dass zu späterer Stunde so manche(r) MusikerIn auch mit Hemd, Hose und inklusive Handy im Pool gesichtet wurde.

Falls auch Sie daran denken, eine Gartenparty zu veranstalten, dann helfen wir Ihnen gerne bei der Organisation.

Juni 2006: Nachwuchs in den eigenen Reihen

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Nachwuchs- und Jugendarbeit wird ja bekanntlich beim Musikverein St. Magdalena sehr hoch geschrieben. Diesen Grundsatz nahm sich unsere Klarinettistin Martina Dumfart sehr zu Herzen und so geschah es, dass Lena-Viktoria am 10.6.2006 das Licht der Welt erblickte.
Kapellmeister Igor Retschitzki und Obmann DI Georg Spiesberger waren sofort mit einem Blumenstrauß zur Stelle und gratulierten Mama und Papa.

Martina war, solange ihr noch irgendeine Tracht passte, bei allen Proben und Ausrückungen dabei. Ich hoffe, wir konnten Lena-Viktoria bereits pränatal auf ihre musikalische Laufbahn beim Musikverein St. Magdalena vorbereiten. Ein gutes Gehör
dürfte Lena-Viktoria haben, da sie bei falschen Tönen ihrer Mutter schon mal zu strampeln begann.

Die große Musikvereins-Familie wünscht Euch alles Gute und viel Gesundheit, vor allem viel Mut für weitere JungmusikerInnen.

(Gregor Strobl)

Musiker-Portrait: Tanja Osterkorn

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Ich bin in einer musikalischen Familie groß geworden und war schon immer fasziniert, wenn mein Vater seine große Tuba ausgepackt und neben mir gespielt hat. Mein Bruder spielte ebenfalls ein Instrument und deshalb wollte ich, die kleine Schwester, natürlich auch ein Instrument lernen. Ich lernte also Querflöte. Während meiner Ausbildungszeit durfte ich immer öfter mit meinem Vater bei Ausrückungen dabei sein. Somit konnte ich einen großen Einblick in das Orchester und deren Musik gewinnen. Mit jedem Mal zusehen wurde ich ehrgeiziger, um auch sobald als möglich im Orchester mitspielen zu dürfen. Im gerade gegründeten Jugendorchester lernte ich erstmals das gemeinsame Musizieren kennen.

Nach dem positiv abgelegten bronzenen Abzeichen durfte ich in das große Orchester wechseln. Ich habe mich nicht umsonst gefreut, denn gemeinsames Musizieren, Wandern, Schifahren oder Ausgehen gehören genau so dazu wie alle Verpflichtungen, um zusammen musizieren zu können. Ich lernte mit jeder Probe und jedem Einsatz die MusikerInnen, die Gemeinschaft, und den Zusammenhalt besser kennen und möchte es nie mehr missen, diese Dinge zu sehen, zu spüren oder zu hören.

Tanja Osterkorn, Flötistin

Warum neue Hüte?

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Sie sind schon alte Herren, unsere Hüte. Unbeeindruckt vom Austausch der restlichen Uniformteile im Jahr 1999 haben sie weiter Wind und Wetter getrotzt und uns auf allen Marschausrückungen beHÜTEt. Doch auch der beste Hut bleibt nicht ewig gut: Fast alle Hüte und Spangen mussten schon nachgeklebt, -genäht oder sonst notdürftig renoviert werden, solange es eben noch ging. Jetzt geht es nicht mehr, also haben wir beschlossen, die ganze Kapelle mit neuen Hüten auszustatten.

Jeder einzelne dieser Pferdekutscherhüte wird handgemacht, von der Stange gibt es so etwas Besonderes nicht. Daher kostet uns jeder Hut 70 Euro, zuzüglich der Verzierungen.  Und da wir dank intensiver Jugendarbeit ständig mehr Musiker werden (was ja sehr schön ist), brauchen wir 40 Hüte.

Vielleicht haben Sie an einem sonnigen Septembersamstag einen Traktor bemerkt, darauf MusikerInnen des MV St. Magdalena mit den seltsamsten Kopfbedeckungen? Bergauf und bergab sind wir durch die Straßen gefahren und haben an allen Türen geläutet, um für neue Hüte zu sammeln. Wir danken aufs Herzlichste den vielen großzügigen Spendern dieses Nachmittages und allen weiteren, die uns schon mit einem Beitrag
unterstützt haben. Danke auch der Familie Pirngruber (Hasberger), welche uns mit Ihrem Steyr 15er sicher von Haus zu Haus kutschierte! Freilich, für die Gesamtrechnung fehlt uns noch eine ordentliche Summe, und wir freuen uns weiterhin über jeden Beitrag. Damit wir uns weiterhin gut beHÜTEt sehen lassen können.